Kapitel 159: Victor Hugo

Victor Hugo ist das Opfer einer der eigentümlichsten kulturellen Verschwörungen der Menschheitsgeschichte. Neulich sah ich den Trailer zu einer Verfilmung, die mir bislang völlig entgangen war: L’HOMME QUI RIT von 2012, groß und aufwändig, mit Gérard Depardieu als Ursus, durchaus eine gute Besetzungsidee. Und ich dachte: Seltsam! Wenn Gwynplaine gar nicht mehr richtig hässlich ist, …

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Kapitel 148: Maskierter Sleaze

Verweilen wir noch kurz im viktorianischen London und den Nebeln Jack the Rippers (siehe das vorherige Kapitel 147: Der Mann, der rückwärts alterte – Fünf Filme mit Laird Cregar: 4: THE LODGER/SCOTLAND YARD GREIFT EIN (1944)). Mit dem Begriff „Sleaze“ bezeichnet man Filme, die lustvoll dem schlechten Geschmack frönen, besonders in Verbindung mit Sex und …

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Kapitel 144: Das zweitkleinste Subgenre

Kann es sein, dass Kriminalfilme, in denen der/die MörderIn auch nach langer Suche nicht identifiziert werden kann, das zweitkleinste Subgenre der Filmgeschichte bilden? Mir waren zuerst jedenfalls nur drei solcher Filme geläufig: Charles B. Pierces THE TOWN THAT DREADED SUNDOWN von 1976 (den peinlichen deutschen Titel DER UMLEGER würde ich am liebsten totschweigen; das gleichnamige, …

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Kapitel 143: Drei Verfilmungen von Dürrenmatts „Das Versprechen“

Kurz referiert die Abfolge: „Das Versprechen“ war erst ein Drehbuch von Friedrich Dürrenmatt, dann dessen Verfilmung ES GESCHAH AM HELLICHTEN TAG (1958), dann erst machte Dürrenmatt, unzufrieden mit dem Film, einen Roman daraus. ES GESCHAH AM HELLICHTEN TAG ist sicherlich ein gelungener, sehr beeindruckender Krimi, und dennoch hat er etwas Eigenartiges. Er widerspricht geradezu Friedrich …

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Kapitel 137: Outtakes & Boni

Outtakes gehören seit dem DVD-Zeitalter zu Filmen dazu. Manchmal sind sie wirklich unnötig, aber oftmals störten sie einfach nur das typisch amerikanische „Timing“ und hätten die Filme mehr atmen lassen, wenn sie hätten drinbleiben dürfen. (Warum lieben alle die Filme von Sergio Leone so sehr? Weil dieser sich so viel Zeit gelassen hat. Dadurch entsteht …

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Kapitel 124: Der Mond ist ein löchriger Käse

Es gibt Filme, die haben den Ruf, Meisterwerke zu sein, und diesen Ruf werden sie auch nie wieder los. Weil, wenn sich erst einmal genügend Leute zum Applaudieren zusammengefunden und sich gegenseitig bestätigt haben, niemand mehr zu widersprechen wagt. MOON (2009) von Duncan Jones ist ein solcher Film. Er ist gut gespielt von Sam Rockwell, …

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Kapitel 119: Vier Versionen

Ich habe mir drei der insgesamt wohl sechs Fassungen des Gruseliges-Erbe-Klassikers THE CAT AND THE CANARY (deutsch: die Katze und der Kanarienvogel) hintereinander angeschaut. Zuerst die ursprüngliche Stummfilmfassung von Paul Leni aus dem Jahre 1927, dann die populärste Tonfilmfassung von 1939, und schließlich noch die britische Version von 1978. Wenig überraschend: Der Stummfilm schneidet visuell …

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Kapitel 118: Das verlorene Timing

Habe auf Arte Jacques Beckers Gefängnisausbruchsfilm LE TROU/DAS LOCH von 1960 gesehen, und verneige mich in Ehrfurcht. Man hört das oft, aber leider stimmt es: Filme wie dieser werden nicht mehr gemacht. Weil heute mindestens einer der ein Dutzend Executive Producer in seiner kokaininduzierten Aufmerksamkeitsdefizitstörung jammert, dass die Szenen ihm zu lang sind. Minutenlang, wirklich …

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Kapitel 117: Die Transzendenz eines Happy Ends

Ich stand Happy Ends schon immer skeptisch gegenüber. Nur weil man einen Film im Augenblick der Hochzeit enden lässt, bedeutet das doch noch lange nicht, dass das Liebespaar drei Jahre später immer noch zusammen sein wird. Es gibt Filme, in denen sich das Protagonistenpärchen die ganze Zeit über streitet, sie haben völlig unterschiedliche Ansichten, kommen …

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Kapitel 116: Ein paar Beispiele für Filme, deren deutsche Verleihtitel sogar besser sind als die Originaltitel

Ich meckere gerne und oft über schwachsinnige deutsche Verleihtitel, will aber nicht unterschlagen, dass es auch ein paar sehr rühmliche Fälle gibt, bei denen die deutschsprachige Idee das Original sogar übertrifft. Zum Beispiel (in der Reihenfolge, in der sie mir eingefallen sind): HAIE DER GROSSSTADT ist stärker als THE HUSTLER (1961). „Hustler“ müsste man mit …

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