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Kapitel 35 wurde mit einem zusätzlichen Addendum versehen, das einen interessanten Youtube-Link enthält.

 

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Was sehen wir im September?

Im Nebel ruhet noch die Welt,

noch träumen Wald und Wiesen;

bald siehst du, wenn der Schleier fällt,

den blauen Himmel unverstellt,

herbstkräftig die gedämpfte Welt

in warmem Golde fließen.

Eduard Mörikes „Septembermorgen“ von 1827. Und um das warme Gold eines gelben Genres wird es in diesem Monat gehen.

Denn „Giallo“ bedeutet „gelb“. Nach schundigen Kriminalromanen mit gelbem Einband ist dieses italienische Krimi-Subgenre aus den 1960ern/1970ern benannt. Ausgesucht schöne Frauen, von perversen Psychopathen gehetzt – ästhetische Ausgefeiltheit und schrankenlose Verstörung feiern hier chymische Hochzeit. Gleich fünfmal werde ich im September die Gialli der 1960er feiern, ein typischer lyrischer Giallo-Titel wäre also in etwa FÜNF ABSCHIEDE IM STERBEN DES SOMMERS.

In diesem Monat kommen aber auch noch zwei eindrucksvolle Precursors-of-Noir-Stummfilme zur Geltung, sowie eines der durchgeknalltesten Beispiele des an durchgeknallten Beispielen nicht gerade armen japanischen Filmmarkts. Schon der Titel löst Flatulenzen der Furcht aus: ZOMBIE ASS. Das ist dann entweder der blaue Himmel unverstellt, oder herbstkräftig die gedämpfte Welt.

 

Was sehen wir im Oktober?

Die Werkschauen von Dario Argento und Alain Robbe-Grillet werden mit ihren jeweils zweiten Filmen fortgesetzt, ebenfalls die Precursors-of-Noir-Liste.

Beherrscht wird der Oktober jedoch von einer neuen Serie: 76 von mir persönlich handverlesenen US-Western. (Eine ebenfalls handverlesene Serie mit Italowestern wird es im nächsten Jahr, ab Kapitel 149, ebenfalls noch geben.) Gleich vier frühe amerikanische Western reiten durch das Herbstlaub des Oktobers, und der vorderste von ihnen ist einer der ersten Spielfilme der Filmgeschichte überhaupt – von 1903!