Bei Clive Barkers zweiter Regiearbeit – einer Verfilmung seines eigenen Romans „Cabal“ von 1988 – muss man aufpassen, von welcher Fassung man spricht. Die ursprüngliche Kinofassung war nur 102 Minuten lang, der Director’s Cut immerhin schon 120 Minuten, der sogenannte Cabal Cut ist 145 Minuten lang, und mittlerweile hört man auch von einem Ultimate Cabal …
Schlagwort: W. Herzog
Kapitel 457: Die verführerischen Vampire des Jean Rollin 7: LÈVRES DE SANG/LIPS OF BLOOD (1975)
Mittlerweile kann man durchaus sagen: „der typisch rollin’sche Friedhof“. Damit geht es los. Die Verkehrung von Grabräubertum: Ein paar Leute schaffen des nachts heimlich eine eingewickelte Leiche auf den Friedhof. Ein Mordopfer? Warum trägt die Frau ein Historienfilmgewand, die Männer aber sind heutig? (Sie sind alle zusammen aus einem Auto gestiegen, das Heutige ist also …
Kapitel 310: Außergewöhnliche Horrorfilme 12: ET MOURIR DE PLAISIR/UND VOR LUST ZU STERBEN (1960)
Ein Vorbote für eine Roger-Vadim-Serie also, und, wie in Kapitel 300: Hammer und Pflock – Der Hammer-Vampir-Zyklus 8 von 16: THE VAMPIRE LOVERS/GRUFT DER VAMPIRE (1970) angekündigt, wegen seiner inhaltlichen Nähe zur Hammer-Karnstein-Trilogie hier bereits einzeln bzw. als Teil meiner „Außergewöhnliche Horrorfilme“-Serie herausgelöst und im Schmuckkästchen präsentiert. Und da er zehn Jahre vor der Karnstein-Trilogie …
Kapitel 264: Außergewöhnliche Horrorfilme 11: HAGAZUSSA/HAGAZUSSA – DER HEXENFLUCH (2017)
Eine deutsch-österreichische Coproduktion, ähnlich (und auch ähnlich düster) wie die exzellente erste Staffel der Serie DER PASS (2019), aber diese vorwegnehmend, und das Langfilmdebüt von Regisseur (und Drehbuchautor) Lukas Feigelfeld. Mit einer herkömmlichen Beschreibung wird man dem Rhythmus dieses Films, der sich den heutigen Sehgewohnheiten völlig verweigert, und sehr behutsam, gleichzeitig jedoch auch unerbittlich ist, …
Kapitel 222: Ausgewählte, klassische US-Western: 10 von 76: STAGECOACH/HÖLLENFAHRT NACH SANTA FE/RINGO (1939)
Von Thomas Mitchell 1949 in THE BIG WHEEL (siehe das vorige Kapitel 221: Die 120 Jahre von Le Mans 14: THE BIG WHEEL/DIE TODESKURVE (1949)) zehn Jahre zurück zu Thomas Mitchell 1939. Für STAGECOACH bekam er seinen Oscar als bester Nebendarsteller. Vorab aber ein Exkurs zum von mir weiterhin verwendeten Begriff „Indianer“, weil ich förmlich …
Kapitel 195: Die Misere der Filmbranche im 21. Jahrhundert: 2: European Arthouse
Ich wähle als Beispiel jemanden, den ich gar nicht schlecht finde, denn „gar nicht schlecht“ bringt die Misere am besten auf den Punkt. Ich wähle den Italiener Luca Guadagnino, den Liebling der Medien und Preisverleihungsgremien. Ich habe erst zwei seiner Filme gesehen, in der Reihenfolge meines Sehens SUSPIRIA von 2018 und A BIGGER SPLASH von …
Kapitel 153: Die verführerischen Vampire des Jean Rollin 3: LE FRISSON DES VAMPIRES/SEXUAL-TERROR DER ENTFESSELTEN VAMPIRE (1971)
Was für ein deutscher Titel! Der schlägt einem wie eine Abrissbirne gegen den Verstand. „Frisson“ heißt einfach nur „Erbeben“ oder „Erzittern“, durchaus gerne im erotischen Sinne, aber das ist so ziemlich das Gegenteil von … „Sexual-Terror“… Eine Beerdigung in sepiahaftem Schwarzweiß. Die Musik im Vorspann erinnert an Velvet Underground plus klagendem Gejaule und stammt von …
Kapitel 137: Outtakes & Boni
Outtakes gehören seit dem DVD-Zeitalter zu Filmen dazu. Manchmal sind sie wirklich unnötig, aber oftmals störten sie einfach nur das typisch amerikanische „Timing“ und hätten die Filme mehr atmen lassen, wenn sie hätten drinbleiben dürfen. (Warum lieben alle die Filme von Sergio Leone so sehr? Weil dieser sich so viel Zeit gelassen hat. Dadurch entsteht …
Kapitel 106: Surferfilme 2 von 20: CRYSTAL VOYAGER (1973)
Starker Anfang: Die Welle, im Tunnelblick, Tuberide bis zum Wipeout. Durch die Einrundung des Blickfelds bekommt es etwas Planetares. Erzähler/Hauptfigur George Greenough (mit unvorteilhafter Kajagoogoo-Vorwegnahme-Frisur) erzählt von veränderten Zeitwahrnehmungen in der Welle. Surfen als Raum-/Zeit-Fahrt. Selbstgebaute Bretter mit Finnen, die echten Fischflossen nachempfunden sind (weil Fische am besten wissen, wie man in Wasser manövriert.) Die …