Kapitel 9: JIU MING/KOMA (2004)

KOMA ist ein relativ unbekannt gebliebener Hongkong-Thriller des Regisseurs Law Chi-Leung, der mich nachhaltig beeindruckt hat. Nicht nur mit den herausragenden Leistungen der beiden Hauptdarstellerinnen Kar Yan Lam alias Karena Lam und Angelica Lee alias Lee Sinje, sowie exquisiter Kameraarbeit, sondern vor allem mit seiner geradezu schwindelerregenden Fülle von Plottwists, die allesamt Sinn ergeben. Das … Kapitel 9: JIU MING/KOMA (2004) weiterlesen

Kapitel 8: Der Mann, der zuviel wusste – Hitchcock (2 und) 3: THE LODGER – A STORY OF THE LONDON FOG/ DER MIETER – EINE GESCHICHTE AUS DEM LONDONER NEBEL (1927)

Hitchcocks eigentlich zweite Regiearbeit THE MOUNTAIN EAGLE (1926) ist leider verschollen, nur ein paar Standfotos sind erhalten geblieben, unter diesen ein sehr grotesk wirkendes Würgerbild. Interessant wäre der Film sicherlich schon alleine dadurch, dass Fritz-Lang-Veteran Bernhard Goetzke eine der Hauptrollen spielt, aber Hitchcock selbst bezeichnete seinen dritten Film THE LODGER als den „ersten richtigen Hitchcock-Film“, … Kapitel 8: Der Mann, der zuviel wusste – Hitchcock (2 und) 3: THE LODGER – A STORY OF THE LONDON FOG/ DER MIETER – EINE GESCHICHTE AUS DEM LONDONER NEBEL (1927) weiterlesen

Kapitel 7: Mindestens fünfzehn Filme von Sion Sono: 1. HEYA/THE ROOM (1992)

Was ich von Sion Sono halten soll, ist mir überhaupt noch nicht klar. Bislang habe ich erst drei Filme von ihm gesehen, den ersten (SUICIDE CIRCLE, auch: SUICIDE CLUB, von 2001) fand ich großartig, den zweiten (STRANGE CIRCUS, 2005) maniriert, angestrengt, weil um das Verbergen seiner eigenen Hohlheit bemüht, und der dritte (LOVE EXPOSURE, 2008) … Kapitel 7: Mindestens fünfzehn Filme von Sion Sono: 1. HEYA/THE ROOM (1992) weiterlesen

Kapitel 6: Blog-danovich

In der sehr unterhaltsamen Dokumentation HITCHCOCK – TRUFFAUT (2015) musste ich einmal mehr in meinem Leben über etwas den Kopf schütteln, was der Regisseur und Filmkundler Peter Bogdanovich dort mit seiner typisch bierernsten Miene behauptet, nämlich: dass das Ins-Kino-Gehen zum ersten Mal bei PSYCHO (1960) gefährlich gewesen sei. Das ist natürlich ein hübsches Kompliment für … Kapitel 6: Blog-danovich weiterlesen

Kapitel 5: Die zehn Filme von Alain Robbe-Grillet: Eins: L‘ IMMORTELLE/DER UNSTERBLICHE (1963)

Ich finde diesen Film, der ein Experiment der Widersprüchlichkeiten, gewollten Anschnittfehler, Paradoxien und Unbeweisbarkeiten zu sein scheint, erstaunlich kohärent. Mann trifft Frau, begehrt Frau, sie entzieht sich halb, halb gibt sie sich hin, sie entschwindet, stirbt oder hat niemals existiert, er sucht sie, er findet sie in anderen, er findet sie selbst, doch nie kann … Kapitel 5: Die zehn Filme von Alain Robbe-Grillet: Eins: L‘ IMMORTELLE/DER UNSTERBLICHE (1963) weiterlesen

Kapitel 4: Das Ende von CARTOUCHE

Der Mantel-und-Degen-Film CARTOUCHE/CARTOUCHE, DER BANDIT (1962, Regie: Philippe de Broca) betritt in seiner Schlussphase völliges Neuland. Bis dahin alles wie gehabt: Jean-Paul Belmondo ist – in der bewährten Tradition von Gérard Philipe als FANFAN LE TULIPE/FANFAN, DER HUSAR (1952) – ein frecher Tausendsassa, er prügelt, schwingt und lacht sich durch den Film, trotzt den Obrigkeiten, … Kapitel 4: Das Ende von CARTOUCHE weiterlesen

Kapitel 3: Der Mann, der zuviel wusste – Hitchcock 1: THE PLEASURE GARDEN/ IRRGARTEN DER LEIDENSCHAFT (1925)

Hitchcocks unter anderem in München (und Italien, wo es sehr abenteuerlich wurde, wie Hitchcock erzählt in Truffauts Buch „Wie haben sie das gemacht, Mister Hitchcock?“) gedrehtes Debüt beginnt furios: Die unterschiedlichen Reaktionen der Theaterbesucher sind wunderbar karikaturesk eingefangen, der erste Hitchcocksche Spezialeffekt lässt auch nicht lange auf sich warten: Aus der Unschärfe eines Kurzsichtigen werden … Kapitel 3: Der Mann, der zuviel wusste – Hitchcock 1: THE PLEASURE GARDEN/ IRRGARTEN DER LEIDENSCHAFT (1925) weiterlesen

Kapitel 2: Argentoia – 1: L’UCCELLO DALLE PIUME DE CRISTALLO/DAS GEHEIMNIS DER SCHWARZEN HANDSCHUHE (1970)

Kaum zu fassen, dass dies Dario Argentos Debütfilm ist – und der erste Farbfilm seines Kameramanns Vittorio Storaro (der zwei Jahre später den farblich ebenfalls extravaganten DER LETZTE TANGO IN PARIS, aber auch noch Epischeres wie APOCALYPSE NOW (1979) und DER LETZTE KAISER (1987) fotografieren wird) – denn der Film ist geradezu makellos inszeniert. Vergessen … Kapitel 2: Argentoia – 1: L’UCCELLO DALLE PIUME DE CRISTALLO/DAS GEHEIMNIS DER SCHWARZEN HANDSCHUHE (1970) weiterlesen

Kapitel 1: Die ELEPHANT MAN-Trilogie

THE ELEPHANT MAN/DER ELEFANTENMENSCH (1980) endet mit einem Frauengesicht vor einem Sternenhimmel, und die Kamera fliegt in diesen Sternenhimmel hinein, fast wie ein Raumschiff. David Lynchs nächster Film, DUNE/DER WÜSTENPLANET, vier Jahre später, beginnt mit einem Frauengesicht vor einem Sternenhimmel, das uns erzählt, wie die Menschheitsgeschichte zehntausend Jahre weitergegangen ist. Wenige Minuten später sehen wir … Kapitel 1: Die ELEPHANT MAN-Trilogie weiterlesen